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| "Print-to-Web" - Neue Möglichkeiten der Datenkonvertierung
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XSLCSS/
„Print-to-Web“
Neue Möglichkeiten der
Datenkonvertierung
Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Personen bedanken, die mir bei der Erarbeitung dieser Abschlussarbeit geholfen haben. Mein herzlicher Dank gilt Dipl.-Ing. (FH) Marko Hedler für die Betreuung dieser Ausarbeitung und für seine Vorlesungen, die mein Interesse für das
Thema XML/XSLT geweckt und schließlich zu dieser Abschlussarbeit geführt haben. Weiterhin möchte ich mich bei meinem Betreuer Christian Spieker und dem gesamten Team der
One Advertising AG für die Unterstützung dieser Ausarbeitung und die Nutzung von Firmenressourcen herzlich bedanken.
Außerdem möchte ich mich bei Andreas Imhof, Entwickler von BatchXSLT, für seinen E-Mail-Support und das kostenlose Bereitstellen seiner Software bedanken, sowie bei Robert Lemke, Kernentwickler von Projektleiter von TYPO3 Version 5.0, der mir in den Vorbereitungen dieser Ausarbeitung bei allen Fragen rund um das Content Management System zur Seite stand.Desweiteren bedanke ich mich bei der Macwelt-Redaktion, besonders bei Frau Buschbeck-Idlachemi für die Übermittlung der Daten der aktuellen Macwelt-Ausgabe und bei der Firma Meinders & Elstermann GmbH & Co. KG für die freundliche Unterstützung beim Druck und bei der Weiterverarbeitung dieser Ausarbeitung. Vielen Dank!
„Print-to-Web“ – Neue Möglichkeiten der Datenkonvertierung
Bachelor Thesis zur Erlangung des akademischen Grades
eines „Bachelor of Engineering“ für Druck- und Medientechnik
am Fachbereich I der Hochschule der Medien, Stuttgart.
Vorgelegt von: Ingo Fängmer, Matrikel-Nummer 15804
Erstprüfer: Marko Hedler
Zweitprüfer: Christian Spieker
Eingereicht: 31. 12. 2007
Ich versichere, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig angefertigt und mich fremder Hilfe nicht bedient habe.
Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß veröffentlichten oder unveröffentlichten Quellen entnommen sind, habe ich als solche kenntlich gemacht.
Ort, Datum Unterschrift
„Print-to-Web“ – Neue Möglichkeiten der Datenkonvertierung
Die mehrfache Verwertung von Inhalten wird im Medienbereich immer wichtiger, die Begriffe XML und medienneutrale Datenhaltung spielen eine immer größer werdende Rolle. Das Ziel dieser Entwicklung ist, mit einem gemeinsamen Datenbestand verschiedene Ausgabeformate möglichst automatisch generieren zu lassen.
Ein weiterer wichtiger Prozess ist die Verknüpfung von Daten und Inhalten zwischen Online- und Print-Medien. In letzter Zeit wurde das Thema „Web-to-Print“ immer stärker fokussiert und es sind verschiedene Technologien und praktische Anwendungsmöglichkeiten entwickelt worden. „Web-to-Print“ ist ein Verfahren der Online-Erzeugung von Druckvorlagen via Internet mithilfe serverbasierter Layout-Technologie, die Server-Templates und Client-Eingaben miteinander kombiniert.
Was ist jedoch mit dem entgegengesetzten Weg? Der weniger kommunizierte Begriff „Print-to-Web“ beschreibt den Weg einer Überführung von Informationen aus Layout-Dokumenten in den Online-Bestand. In dieser Ausarbeitung werden verschiedene Möglichkeiten untersucht, um bereits proprietär gespeicherte Inhalte einzelner Layout-Programme möglichst komfortabel in ein internetfähiges Online-Format zu übertragen.
Die Notwendigkeit der Verarbeitung bereits gespeicherter Inhalte ergibt sich dadurch, dass sich entweder in der Praxis der Mehraufwand der medienneutralen Datenhaltung wirtschaftlich nicht für jedes Printprodukt lohnt, oder aber andererseits es bereits fertige Layout-Daten existieren, die in ein Online-Format umgewandelt werden sollen.
Neben technischen Hintergründen der Konvertierungsmethoden wird desweiteren auch auf das Workflow-Optimierungspotenzial einzelner Möglichkeiten eingegangen. Insbesondere werden die beiden Werkzeuge Adobe InDesign, als Print-Komponente, und das Content Management System TYPO3, als Online-Komponente, näher betrachtet.
Schließlich wird ein Vergleich der Konvertierungsmethoden unter verschiedenen Gesichtspunkten durchgeführt und bewertet.
Schlagworte:
Print-to-Web, HTML-Export, Adobe InDesign, TYPO3, XML, XSL, INX
III. Abbildungs- und Quellcode-Verzeichnis
IV. Abkürzungen
1. Einleitung
1.1 Motivation zur Themenwahl und persönliche Zielsetzung 2
1.2 Struktur der Ausarbeitung 3
1.3 Vorstellung der betreuenden Firma 3
2. Ausgangssituation und
angestrebte Ziele
2.1 Aktuelle Situation zur Verwertung von Inhalten 6
2.2 Zeitverlust durch manuelle Optimierung der Inhalte 6
2.3 Workflow-Optimierung als primäres Ziel 7
2.4 Bewertung der Konvertierungsmöglichkeiten und
Anwendung auf ein Beispiel-Szenario 7
3. Cross-Media-Publishing
3.1 Medienneutrale Datenhaltung – zur Diskussion 10
3.1.1 Vorteile medienneutraler Datenhaltung 10
3.1.2 Veränderung des Workflows 10
3.1.3 Umsetzung in der Praxis 11
3.2.2 XSLT – Extensible Stylesheet Language Transformations 12
3.2.5 Content Management System (CMS) 13
3.3 Anforderungen an den Print-to-Web-Workflow 14
3.3.1 Hoher Automatisierungsgrad des Konvertierungsprozesses 14
3.3.2 Hohe inhaltliche und technische Integrität 14
3.3.4 Barrierefreiheit 15
4. Print-Komponenten – im Detail
4.1 Adobe InDesign CS2/CS3 18
4.1.1 Das InDesign-Interchange-Format 18
4.2.3 Konvertierung der Dokumente in das InDesign-Format 21
5. Web-Komponenten – im Detail
5.1 Statische HTML-Seiten 24
5.2 Dynamische HTML-Seiten/Dynamische Webseiten 24
5.3 Content Management System 25
5.4.2 TYPO3-Extensions 27
5.4.4 Die Benutzeroberfläche von TYPO3 28
6. Möglichkeiten zur Konvertierung
6.1 PDF-Export aus Layoutapplikationen 32
6.1.1 Konvertierungsvorgang 32
6.1.2 Anforderungen an PDF-Dokumente 33
6.1.3 Manuelle Einbindung ins Web 33
6.1.4 Inhalts- und Navigationskomponenten im Browser 34
6.1.5 Automatische Einbindung in ein CMS (TYPO3) 34
6.2 Konvertierung auf Flash-Basis (ADE/Livepaper/speedPaper) 35
6.2.1 Adobe Digital Editions (ADE) 35
6.2.4 Manuelle Einbindung ins Web 36
6.2.5 Automatische Einbindung in ein CMS (TYPO3) 37
6.3 BatchXSLT – XML-Konvertierung aus Layoutapplikationen 38
6.3.1 Vorbereitungen für die Konvertierung 38
6.3.2 Analyse des Adobe InDesign-Interchange-Formates (INX) 40
6.3.3 BatchXSLT for InDesign 55
6.3.6 Funktionsweise von BatchXSLT 58
6.3.7 Auswertung der Export-Daten 59
6.3.8 Manuelle Einbindung ins Web 67
6.3.9 Automatische Einbindung in ein CMS (TYPO3) 67
6.4 (X)HTML-Export aus Layoutapplikationen 68
6.4.1 Konvertierungsvorgang 68
6.4.2 Einstellungsmöglichkeiten beim Export 69
6.4.3 Auswertung der Export-Daten 71
6.4.4 Weiterverarbeitung der Daten mittels Cascading Stylesheets 73
6.4.6 YAML – Yet Another Multicolumn Layout 74
6.4.8 Manuelle Einbindung ins Web 85
6.4.9 Automatische Einbindung in ein CMS (TYPO3) 85
7. Gestaltungsmöglichkeiten
in Web und Print
7.1 Mehrspaltiges Webseitenlayout 88
7.3 Schriftenvielfalt – Neue Möglichkeiten mit SIFR 91
7.4 Silbentrennung im Internet 92
8. Vergleich der
Konvertierungsmöglichkeiten
8.1 Zielsetzungen und deren Erreichungsgrade 96
8.3 Individuelle Konvertierungsmöglichkeiten und Erweiterungen 98
8.3.1 XSLT-Weiterverarbeitungsmöglichkeit 98
8.3.2 CSS-Weiterverarbeitungsmöglichkeit 98
8.4 Übersicht und firmeninterne Bewertung der Möglichkeiten 99
9. Workflow-Integration
und Praxisbeispiel
9.1 Optimierter Workflow der One Advertising AG 102
9.2 Magazin-Beispiel: Macwelt 102
10. Zusammenfassung
und Ausblick
102
11. Anhang
11.1 Literaturverzeichnis 110
11.2 Stichwortverzeichnis 112
Daten-CD mit Quellcode
und Anwendungsdaten
III. Abbildungs- und
Quellcode-Verzeichnis
[Abb.: 1.01] Logo der One Advertising AG,
www.advertising.de 3
[Abb.: 4.01] Screenshot, Splashscreen Adobe InDesign CS3
18
[Abb.: 4.02] Screenshot, Splashscreen QuarkXPress 7
20
[Abb.: 5.01] Logo TYPO3,
www.typo3.org 26
[Abb.: 5.02] Screenshot, Benutzeroberfläche von TYPO3
28
[Abb.: 5.03] Screenshot, Modulbereich Web
29
[Abb.: 5.04] Screenshot, Modulbereich Datei
29
[Abb.: 5.05] Screenshot, Modulbereich Benutzer
29
[Abb.: 6.01] Screenshot, PDF-Export aus QuarkXPress
32
[Abb.: 6.02] Screenshot, Einstellungen beim PDF-Export aus QuarkXPress
32
[Abb.: 6.03] Screenshot, PDF-Export aus Adobe InDesign
32
[Abb.: 6.04] Screenshot, Einstellungen beim PDF-Export aus Adobe InDesign
32
[Abb.: 6.05] Screenshot, Betrachtung einer PDF-Datei in einem Browser
34
[Abb.: 6.06] Screenshot, ADE-Beispielumsetzung im Adobe Digital Reader
35
[Abb.: 6.07] Screenshot, Konversats mithilfe der Livepaper-Technologie
35
[Abb.: 6.08] Screenshot, ePaper-Konvertierung mittels speedPaper-Technologie
36
[Abb.: 6.09] Screenshot, Scripting-Palette von Adobe InDesign
38
[Abb.: 6.10] Screenshot, Vorschau: Leeres InDesign-Dokument
42
[Abb.: 6.11] Screenshot, Vorschau: InDesign-Snippet mit Textinhalt
43
[Abb.: 6.12] Screenshot, Vorschau: InDesign-Snippet mit Bildinhalt
43
[Abb.: 6.13] Screenshot, Meta-Informationen aus Adobe Bridge
43
[Abb.: 6.14] Screenshot, Meta-Informationen im Layoutprogramm
54
[Abb.: 6.15] Screenshot, Grafische Benutzeroberfläche von BatchXSLT
55
[Abb.: 6.16] Screenshot, Display: Benutzerinterface von ImageMagick
56
[Abb.: 6.17] Screenshot, Benutzerinterface von GSView
57
[Abb.: 6.18] Screenshot, Einstellungsmöglichkeiten in BatchXSLT
58
[Abb.: 6.19] Screenshot, Beispiel 1: Leeres Dokument
66
[Abb.: 6.20] Screenshot, Beispiel 2: Text-Snippet
66
[Abb.: 6.21] Screenshot, Beispiel 3: Bild-Snippet
66
[Abb.: 6.22] Screenshot, Medienübergreifender (X)HTML-Export aus InDesign
68
[Abb.: 6.23] Screenshot, Exportoptionen: Allgemein
70
[Abb.: 6.24] Screenshot, Exportoptionen: Bilder
70
[Abb.: 6.25] Screenshot, Exportoptionen: Erweitert
70
[Abb.: 6.26] Screenshot, Browserausgabe Beispiel 1
72
[Abb.: 6.27] Screenshot, Browserausgabe Beispiel 2
72
[Abb.: 6.28] Screenshot, Browserausgabe Beispiel 3
72
[Abb.: 6.29] W3C-CSS-Boxmodell,
www.linkwerk.com 73
[Abb.: 6.30] Logo T3N-Magazin,
www.t3n-magazin.de 79
[Abb.: 6.31] Screenshot, YAML Grundgerüst für TYPO3
79
[Abb.: 6.32] Screenshot, blueprintcss: Beispielseite
85
[Abb.: 7.01] Screenshot, blueprintcss: Gestaltungsraster
88
[Abb.: 7.02] Screenshot, blueprintcss: Mikrotypografie
90
[Abb.: 7.03] Screenshot, SIFR deaktiviert
91
[Abb.: 7.04] Screenshot, SIFR aktiviert
91
[Abb.: 7.05] Screenshot, Silbentrennung
93
[Abb.: 9.01] Cover Macwelt 01/2008,
www.macwelt.de 102
[Abb.: 9.02] Screenshot, Macwelt ePaper-Konvertierung (Artikel)
103
[Abb.: 9.03] Screenshot, Macwelt ePaper-Konvertierung (Tabelle)
103
[Abb.: 10.10] Wikipedia, Grafische Darstellung Web2.0,
www.wikipedia.de 107
[Code: 6.01] HTML-Aufruf einer PDF-Datei
33
[Code: 6.02] Filelink (TypoScript)
34
[Code: 6.03] Einbinden einer Flash-Datei mit der objekt-embed Kombination
37
[Code: 6.04] Einbinden einer Flash-Datei gemäß (X)HTML-Standard
37
[Code: 6.05] Einbinden einer Flash-Datei in TYPO3 als HTML-Objekt
37
[Code: 6.06] Quellcode: BXSLTExport.jsx
39
[Code: 6.07] INX: XML-Deklaration, Verarbeitungsanweisung, Wurzelelement
40
[Code: 6.08] INX: Leeres InDesign Dokument
48
[Code: 6.09] INX: InDesign-Snippet-Text
50
[Code: 6.10] INX: InDesign-Snippet-Bild
52
[Code: 6.11] INX: InDesign Meta-Informationen
54
[Code: 6.12] XML: Leeres InDesign Dokument
59
[Code: 6.13] XML: InDesign-Snippet-Text
61
[Code: 6.14] XML: InDesign-Snippet-Bild
62
[Code: 6.15] Quellcode: xml2htmEpaper.xsl
66
[Code: 6.16] HTML-Aufruf einer XML-Datei
67
[Code: 6.17] XML-Transformationsmöglichkeit in PHP
67
[Code: 6.18] (X)HTML: Leeres InDesign Dokument
71
[Code: 6.19] (X)HTML: InDesign-Snippet-Text
71
[Code: 6.20] (X)HTML: InDesign-Snippet-Bild
72
[Code: 6.21] Inhalt einer CSS-Datei
73
[Code: 6.22] Eigenschaften eines div-Containers
73
[Code: 6.23] YAML: base.css
77
[Code: 6.24] blueprintcss: grid.css
83
[Code: 6.25] blueprintcss: typography.css
84
[Code: 6.26] HTML-Aufruf einer HTML-Datei
85
[Code: 7.01] Grundlinienraster, Standardschriftgröße und Zeilenabstand
89
[Code: 7.02] Grundlinienraster, Absatzformate
90
[Code: 7.03] Grundlinienraster, Überschriftenformat h1
90
[Code: 7.04] Grundlinienraster, Überschriftenformat h2
90
[Code: 7.05] Skript-Einbindung: Hyphenator.js
93
[Code: 7.06] Skript-Aufruf: Hyphenator.js
93
ADE – Adobe Digital Editions
AJAX – Asynchronous JavaScript and XML
API – Application Programming Interface
BE – Backend
BMP – Windows Bitmap
CGI – Common Gateway Interface
CI – Corporate Identiy
CJK – CJK-Schriftarten (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch)
CMS – Content-Management-System
CMYK – Cyan, Magenta, Yellow, Key (Schwarz)
CSS – Cascading Stylesheets
DBMS – Datenbankmanagementsystem
DIV – Division (Block/Bereich)
DOM – Document Object Model
DPI – Auflösung in Dots per Inch
DRM – Digital Rights Management
DTP – Desktop Publishing
EDV – Elektronische Datenverarbeitung
EPS – Encapsulated Postscript
FAQ – Frequently Asked Questions
FE – Frontend
FTP – File Transfer Protocol
GUID – Globally Unique Identifier
GIF – Graphics Interchange Format
GNU – GNU‘s Not Unix
GPL – General Public License
GS – GhostScript
GZ/ZIP – Dateiarchiv (PKzip Dateierweiterung)
HTM/HTML – Hypertext Markup Language
HTTP – Hypertext Transfer Protocol
ID – Identifikationsnummer
INDD – InDesign-Dokument
INDS – InDesign-Snippet
INX – InDesign-Interchange-Format
ISO – Internationale Organisation für Normung
JAVA VM – Java Platform, Virtual Machine
JPG/JPEG – Joint Photographic Experts Group
JS/JSX – Javascript
LAMP – Linux-Apache-MySQL-PHP-Kombination
MAMP – MacOS-Apache-MySQL-PHP
MIME – Multipurpose Internet Mail Extension
MPG/MPEG – Moving Picture Experts Group
OS – Operation System
PCX – Picture Exchange
PDA – Personal Digital Assistant
PDF/PDF X-3 – Portable Document Format
PID – Packet Identifier
PHP – PHP: Hypertext Preprocessor
PNG – Portable Network Graphics
PPML – Personalized Print Markup Language
PS – Postscript
PSD – Photoshop-Dokument
QXML – QuarkXpress Markup Language
RA/RAM – RealAudio
RDF – Resource Description Framework
RGB – Rot, Grün und Blau
RIA – Rich Internet Application
RTF – Rich Text Format
SEO – Search Engine Optimization
SGML – Standard Generalized Markup Language
SIFR – Scalable Inman Flash Replacement
SQL – Structured Query Language
SSMC – Single-Source Multi-Channel
SWF – Small Web Format/Flash-Dateien
TIFF – Tagged Image File Format
TT, TX – TYPO3-Extensions
TXT – Text
UID – Unique Identifier
URI – Uniform Resource Identifier
W3C – World Wide Web Consortium
WAMP – Windows-Apache-MySQL-PHP-Kombination
WAV/WAVE – Windows Media Audio Wave Dateiformat
WWW – World Wide Web
(X)HTML – (Extensible) Hypertext Markup Language
XAMPP – X (betriebssystemunabhängig) Apache-MySQL-PHP-Kombination
XMP – Extensible Metadata Platform
XML – Extensible Markup Language
XPath – XML Path Language
XSL – Extensible Stylesheet Language
XSLT – Extensible Stylesheet Language Transformations
YAML – Yet Another Multicolumn Language
[1]
Zitat:
http://www.vva.de/
index.php?id=31
1.1 Motivation zur Themenwahl
und persönliche Zielsetzung
Das Thema „Print-to-Web – Neue Möglichkeiten der Datenkonvertierung“ hätte nicht treffender – so wie in diesem Zitat formuliert – eingeleitet werden können. In der folgenden Ausarbeitung werden genau diesen besseren Lösungen gesucht und einzelne Verfahren miteinander verglichen.
Die Potenziale einzelner Konvertierungsmethoden, die Inhalte aus Print-Produkten in onlinefähigen Web-Content überführen, werden oft nicht richtig erkannt, zu oberflächlich behandelt und dann in der Praxis an den Anforderungen des Ausgabemediums vorbei realisiert.
Gerade als Person mit einer starken Affinität zu Printmedien, habe ich es als interessante Herausforderung betrachtet,
in Zusammenarbeit mit einer auf Online-Medien und Digitales Marketing spezialisierten Firma, der One Advertising AG [2] aus München, einen Vergleich der Konvertierungsmöglichkeiten vorzunehmen, um mit dieser Ausarbeitung im Produktionsalltag die beiden Welten um Print und Web ein Stück näher zusammen bringen zu können.
Wichtigster Aspekt dieser Untersuchung ist aus Firmensicht die zeitliche Optimierung der Datenaufbereitung von Inhalten aus Print-Dokumenten für eine optisch und benutzermäßig dem Medium Internet angemessene Darstellungsweise.
Desweiteren stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der Konvertierungsmethoden – genauer, nach dem Arbeitsaufwand und den Zeitvolumina, welche für eine Datenaufbereitung der Inhalte für eine Zweitverwertung benötigt werden. Letztendlich spielt auch die Integration in den firmeninternen Workflow eine wichtige Rolle: Umstellungen des Arbeitsablaufes und Sekundärinvestitionen sollten nach Möglichkeit minimal ausfallen.
Persönlich ergibt sich für mich durch diese Ausarbeitung einerseits eine starke Horizonterweiterung in Richtung Online-Medien und andererseits eine fachliche Vertiefung in die Analyse des XML-basierten Adobe InDesign-Interchange-Formats und dessen weiteren Bearbeitungsmöglichkeiten sowie in die Datenaufbereitung für das Content Management System TYPO3.
„Nichts leichter, als ein Kundenmagazin ins Netz zu bringen: Einfach ein PDF schreiben, und
ab damit auf den Server, wer will, kann sich die Zeitschrift dann herunterladen.
Das macht zwar wenig Arbeit und in manchen Fällen durchaus Sinn – aber gibt es nicht
bessere Lösungen?
Gerade das Online-Medium bietet hervorragende Möglichkeiten, mit Bestandskunden zu kommunizieren und mit potenziellen Kunden ins Gespräch zu kommen. Da ist es nur folgerichtig, nach Wegen zu suchen, die Print und Online sinnvoll miteinander verknüpfen.“ [1]
[2]
One Advertising AG:
Fullservice Online
Marketing/Werbeagentur/Webdesign/SEO Agentur in München
[Abb: 1.01]
Logo der One Advertising AG
1.2 Struktur der
Ausarbeitung
Zu Beginn dieser Ausarbeitung geht es um die thematische Problembeschreibung der Datenaufbereitung von Print-Dokumenten für eine Zweitverwertung in einem Onlinemedium, um die Definition der Rahmenbedingungen in der Firma und die anschließende Skizzierung der angestrebten Ziele.
Nach einer durchaus kritischen Betrachtung des Prinzips der medienneutralen Datenhaltung, werden zunächst die – die Problemstellung betreffenden – Print- und Web-Komponenten betrachtet und einzelne Funktionen näher beschrieben. Anschließend folgt mit der Untersuchung und dem Vergleich verschiedener Konvertierungsmöglichkeiten, um Inhalte von Print-Dokumenten in onlinefähige Formate übertragen zu können, der Kernbereich dieser Ausarbeitung.
Es werden vier Ansätze vorgestellt, die jeweils auf einer anderen Basistechnologie (PDF, Flash, XML, HTML) aufbauen.
Aus den Untersuchungsergebnissen resultiert dann die Empfehlung einer bestimmten Konvertierungsart, die – den angestrebten Zielen der Firma entsprechend – am ehesten geeignet ist. Zuletzt wird die Umsetzung dieser präferierten Methode anhand eines Beispiels aus der Praxis gezeigt.
1.3 Vorstellung der
betreuenden Firma
Die One Advertising AG ist eine Agentur für Digitales Marketing und entwickelt performance-orientierte Lösungen für Online Marketing, Online Vertrieb und Online Kommunikation.
Sie wurde 2006 von den beiden Online Marketing Experten Christian Spieker und Andreas Kelnberger gegründet.
Die One Advertising AG bietet ihren Kunden aufgrund der interdisziplinären Kompetenz in den Bereichen Gestaltung und Technologie ein integriertes Dienstleistungsangebot für Digitales Marketing von der Konzeption über die Kreation bis zur technischen Umsetzung von performance-orientierten Online Kampagnen.
Innerhalb kurzer Zeit konnte die One Advertising AG namhafte Kunden von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen: 1&1 Internet AG, Quelle, TUI, IDG Mediengruppe, United Internet AG.
2. Ausgangssituation
und angestrebte Ziele
[4]
Proprietär:
Dateiformate werden als proprietär bezeichnet, wenn sie nicht oder nur mit Schwierigkeiten mit freier Software verarbeitbar sind
[3]
Synergieeffekte:
Zusammenwirken von Kräften zur gegenseitigen Förderung, Durch die Kooperation wird ein Erfolg erzielt, der größer ist als
jener der einzelnen Anteile alleine.
[5]
Look and Feel:
Gesamteindruck und Wiedererkennung zum Corporate
Design, sowie Handhabung entsprechend den Rahmenbedingungen des Mediums
2.2 Zeitverlust durch manuelle
Optimierung der Inhalte
Oftmals sind bereits vorhandene Satzdateien von Drucksachen Ausgangsmaterial für eine Webpräsenz, da bei vielen kleinen und mittleren Unternehmen Webdesign bisher eher als ein Nebenprodukt der Werbepräsenz behandelt wurde. Erst so langsam entwickelt sich ein eigenständiges Bewusstsein im Umgang mit Online-Medien und somit auch die Wichtigkeit der Kommunikation aktueller Informationen. Auch Zeitschriften- und Zeitungsverlage fusionieren ihre Online- und Printsparten, damit die Inhalte der Produkte parallel – und nicht nicht wie bisher linear vom Layoutdokument hin zum onlinefähigen Format – in die jeweiligen Vertriebskanäle gelangen kann und somit Synergieeffekte [3] und Kosteneinsparungen bei den Konvertierungsvorgängen erzielt werden können.
Trotz dieser Bemühungen bleibt letztendlich aber die Frage nach den Konvertierungsmöglichkeiten von bestehendem Material und den Wegen, diese Inhalte für eine Zweitverwertung aufzubereiten, weiter offen. Ein medienneutraler Workflow würde zwar viele dieser Probleme beseitigen, doch aufgrund der Vielfalt der Produkte und der Individualität der Arbeitsabläufe der One Advertising AG wirtschaftlich sich nicht rentieren.
2.1 Aktuelle Situation zur
Verwertung von Inhalten
Bei der Wiederaufbereitung der Inhalte kann man grob zwischen allgemeinen Gestaltungselementen, Bildern und Texten unterscheiden.
Besonders bei der Aufbereitung bestehender Textinhalte erweisen sich proprietär [4] in das jeweilige Dokument eingearbeitete Zusatzinfomationen, sanfte und harte Zeilenumbrüche, Farbe, Größe und Schriftart eher hinderlich als hilfreich. Die reichen typografischen Möglichkeiten, die in der Druckvorstufe zur Verfügung stehen, lassen sich leider nicht ohne Weiteres in Webseiten umsetzen.
Inhalte aus bestehenden Satzdateien können daher erst nach zum Teil beachtlichen Nach- und Umarbeitungen für verschiedene Ausgabemedien genutzt werden.
Um dem Inhalt bei unterschiedlichen Verwendungszwecken ein einheitliches „Look and Feel“ [5] zu geben, ist eine Aufbereitung der Textinformation und der Bilder sowie eine optische Optimierung des Gestaltungsrahmens entsprechend den – durch das Ausgabemedium festgelegten Rahmenbedingungen – unumgänglich. Der hieraus resultierende höhere Zeitbedarf ergibt sich zwangsläufig.
Primäres Ziel dieser Untersuchung ist eine Optimierung des Arbeitsablaufes ohne große Veränderungen des bestehenden Workflows zu erzeugen.
Die Analyse verschiedener Konvertierungsmöglichkeiten wird mit dem Ziel durchgeführt, Inhalte von Archivmaterialien, sowie Daten aus laufenden und zukünftigen Print-Produktionsprozessen bei Bedarf in ein onlinefähiges Format konvertieren zu können, ohne den internen Ablauf der Produktion umfassend verändern zu müssen. Eine zu erzielende Kosteneinsparung durch zeitlich verkürzte Arbeitsabläufe mit möglichst hohem Automatisierungsgrad hat bei dieser Untersuchung oberste Priorität. Dennoch sollte die Qualität der optischen Darstellung und der technischen Umsetzung entsprechend den Anforderungen des Ausgabemediums auf einem hohen Niveau gehalten werden.
Der Kunde beziehungsweise Mitarbeiter sollte die Möglichkeit haben, jederzeit entscheiden zu können, ob ein weiterer Ausgabekanal neben dem Printmedium bedient wird – ohne den permenenten Mehraufwand einer medienneutralen Datenhaltung oder des datenbankbasiertem Layouts eingehen zu müssen.
2.3 Workflow-Optimierung
als primäres Ziel
Die untersuchten Möglichkeiten werden anschließend nach den Zielerreichungsgraden – gemessen an den Anforderungen und Rahmenbedingungen des Firmen-Workflows – verglichen.
Wichtige Entscheidungskriterien sind zum einen ein hoher Automatisierungsgrad bei der Konvertierung, eine hohe inhaltliche und technische Integrität sowie ein hoher optischer Wiedererkennungswert zum Printmedium beziehungsweise zum Corporate Design.
Zuletzt werden sowohl die Potenziale als auch die technischen Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten in Print und Web verglichen, das Konversat auf die Verständlichkeit bei der Interaktion mit dem Benutzer hin untersucht und außerdem die jeweiligen Konfigurations- und Erweiterungsmöglichkeiten miteinander verglichen. Durch eine Bewertung mithilfe gewichteter Faktoren wird eine Entscheidung für das Verfahren der Wahl getroffen und schließlich anhand einer Beispielumsetzung belegt.
2.4 Bewertung der Konvertierungs-
möglichkeiten und Anwendung
auf ein Beispiel-Szenario
3. Cross-Media-Publishing
[6]
Zitat:
http://www.w3c.de/Events/Cross-Media-Publishing.html
[7]
SSMC-Publishing:
Möglichkeit aus einer Datenquelle mehrere Ausgabekanäle bedienen zu können
„Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf dem richtigen Gerät im richtigen Format dem richtigen Benutzer zu rentablen Preisen zu präsentieren ist eine der großen Herausforderungen des Informationszeitalters. [ ... ]
Aus Gründen der Konsistenz, Integrität und Aktualität aber auch um den Aufwand für Erstellung, Speicherung und Pflege in Grenzen zu halten, sollte Information nur einmal erfasst und gespeichert werden“ [6]
Die Motivation diese Herausforderung anzugehen ist verständlicherweise sehr hoch, aber so lange nicht alle technischen Komponenten und alle beteiligten Anwender in der Produktionskette das XML-Format unterstützen, wird sich die medienneutrale Datenhaltung nicht für jedes Produkt in der Praxis lohnen.
Vor allem, wenn es sich um rein statische Inhalte handelt, steht die Vorbereitung und Realisierung einer neutralen Produktionsbasis für ein einzelnes Produkt in keinem Verhältnis zum dem weiteren Einsparungspotential.
Die Umsetzung des Modells der medienneutralen Datenhaltung ist in der Praxis mit einem nicht zu unterschätzenden Aufwand verbunden.
Für einige Produktionen ist diese Arbeitsweise überaus sinnvoll, für viele kleinere Produktionen, bei denen die Inhalte erst noch aufwändig semantisch strukturiert werden müssen, eher weniger.
3.1.1
Vorteile medienneutraler Datenhaltung
Eine medienneutrale Datenhaltung basiert auf einer Datenbank, in der die Inhalte des Produktes medienneutral im XML-Format gespeichert werden.
Aus dieser Datenbank werden dann die verschiedenen Ausgabemedien bedient. Es findet somit eine klare Trennung zwischen dem Inhalt und der jeweiligen für das Ausgabemedium entsprechenden optischen Ausprägung statt.
Die wichtigsten Vorteile medienneutraler Datenhaltung im Überblick:
– Ermöglichen des Single-Source-
Multi-Channel-Publishing [7]
– Möglichkeit der Generierung von
Inhalten durch Auswahl und
Neukombination von Inhalten aus mehreren Publikationen
– die Option, Inhalte in verschiedenen Produkten optisch anders wiederzugeben
– Etablierung des XML-Formats als Standardformat für den Datenaustausch
3.1.2
Veränderung des Workflows
Medienneutrales Datenmanagement führt zu umfassenden Veränderungen der internen Agentur- und Herstellungsabläufe und die beteiligten Mitarbeiter sind mit einer Umorganisation der beste
3.1 Medienneutrale Datenhaltung –
zur Diskussion
[8,9]
Aufbauorganisation:
Festlegung der Rahmenbedingungen,
Ablauforganisation:
intern ablaufenden Arbeits- und Informationsprozesse
henden Prozesse konfrontiert. Diese Veränderungen beziehen sich zum einen auf die internen Abläufe, zum anderen aber auch auf das Zusammenspiel mit externen Dienstleistern (insbesondere Satz- und Druckbetrieben, sowie freien Mitarbeitern).
Die optimale aufbau- und ablauforganisatorische Integration [8,9] eines medienneutralen Workflows ist stark von den spezifischen Rahmenbedingungen abhängig und daher von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich zu lösen.
3.1.3
Umsetzung in der Praxis
In der Praxis geht die Tendenz bei vielen Anwendern eher zur der folgenden Workflow-Variante: Bei dieser bleibt die interne Arbeitsweise weitgehend unverändert und die Erstellung der XML- und HTML-Daten wird auf externe Dienstleister übertragen.
Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die XML/HTML-Konvertierung sehr kostengünstig durchgeführt werden kann und sich keine großen Veränderungen im Arbeitsumfeld des Unternehmens ergeben.
Nachteil ist jedoch, dass durch das lineare Verfahren ein Zeit- und Aktualitätsproblem entsteht, da die XML/HTML-Daten in der Regel erst nach der Druckfreigabe für das Printprodukt zur Verfügung stehen. Desweiteren ist die Qualität und Korrektheit der Daten bei der Bearbeitung durch externe Dienstleister oft nicht ausreichend.
Diese Art des Praxiseinsatzes entspricht nicht dem Bild des idealen Cross-Media-Verständnisses. Sie kann aber aus organisatorischen und insbesondere betriebswirtschaftlichen Gründen für die Praxis des jeweiligen Unternehmens die geeignete Form der Umsetzung sein.
3.1.4
Lösungsansatz
Um eine Konvertierung ohne Veränderung des Produktionsprozesses zu ermöglichen, muss ein Konvertierungsverfahren so modular in den Arbeitsprozess – jederzeit und nur nach Bedarf – eingreifen können, dass sich keine Wechselbeziehungen und sonstigen Abhängigkeiten sowie zeitlichen Verzögerungen zwischen Print- und Web-Ausgabe ergeben.
Der theoretische Idealfall einer vollständigen Automatisierung mit Ausgabe einer optimal auf das Medium zugeschnittenen Daten-Charakteristik, ist auf dieser Basis nicht möglich. Für diese Belange gibt es wiederum medienneutrale XML-Produktionen, die aber einen gewissen Mehraufwand und sorgfältige Vorbereitung benötigen. Die totale Flexibilität aus struktureller Sicht und die Möglichkeit, lokale Korrekturen des optischen Erscheinungsbildes vornehmen zu können, sind dann aber nicht gegeben.
So ergibt sich schießlich die Notwendigkeit, einen idealen Kompromiss zwischen den beiden Ausrichtungen Flexibilität und Automatisierung zu finden, damit sowohl xml- als auch nicht-xml-basierte Print-Dokumente für eine Zweitverwertung aufbereitet werden können.
[10,11]
con_mode, tag_mode:
Variablen zur Steuerung
der Lesemodi einer
Verarbeitungssoftware
[12]
XPath:
Anfragesprache, um Teile
eines XML-Dokumentes
zu adressieren
[13]
Pattern:
Untergruppe der XPath-Ausdrücke, die als Vergleichsmuster für Knoten dient
In diesem Abschnitt sind einige grundlegende Begriffe definiert, die feste Bestandteile des Cross-Media-Workflows sind.
Kleinere Definitionen und detailliertere Ergänzungen sind im gesamten Dokument in den Marginalspalten beschrieben.
3.2.1
XML/(X)HTML/CSS
XML (Extensible Markup Language) = Auszeichnungssprache. XML ist hierarchisch strukturiert und trennt Struktur und Inhalt. XML ist ein wichtiger Standard für eine medienneutrale Verarbeitung von Inhalten.
Jedes XML-Dokument besteht aus:
1. dem eigentlichen Inhalt des Dokumentes. Data characters werden von der XML-Software im con_mode [10] gelesen und an die Anwendungssoftware zur Bearbeitung weitergegeben.
2. dem Markup – den Charakteristika, die dem Nutzer mitteilen, welche Stellung im Ganzen (Titel, Paragraphen, Absätze) oder welchen Stellenwert ein Teil des Dokuments hat (Hervorhebungen, Zitate, Fußnoten); bestehend aus markup characters. Delimiter characters < > (Begrenzer) teilen der Software mit, dass die dadurch gekennzeichneten Zeichen im tag_mode [11] gelesen werden müssen.
(X)HTML (Extensible Hypertext Markup Language) = XML-basierte Auszeichnungssprache im Internet. Browser ab der vierten Generation kommen mit diesem Standard gut zurecht.
CSS (Cascading Style Sheets) = Formatierungssprache. Ermöglicht die Trennung von Inhalt und Layout. Layouteigenschaften wie zum Beispiel Schriftarten und Schriftgrößen werden über CSS ähnlich wie Formatvorlagen deklariert. CSS-Dateien können aus HTML-Dateien ausgelagert werden.
3.2.2
XSLT – Extensible Stylesheet Language Transformations
Die Sprache XSLT beschreibt die Umwandlung eines XML-Derivats in ein anderes Dokument. Diesen Vorgang nennt man Transformation. Das resultierende Dokument entspricht meist der XML-Syntax, es können aber auch andere Textdateien und sogar Binärdateien erstellt werden.
Dazu werden die XML-Dokumente als logischer Baum betrachtet: Die Quellbäume der zu transformierenden Dokumente und die durch die Transformation entstehenden Zielbäume der zu erzeugenden Dokumente.
Eine Transformation besteht aus einer Reihe von einzelnen Transformationsregeln, die Templates genannt werden. Ein Template besitzt ein auf XPath [12] basierendes Pattern [13], das beschreibt, für welche Knoten es gilt, und einen Inhalt, der bestimmt, wie das Template seinen Teil des Zielbaums erzeugt.
[15]
Apache HTTP Server:
Produkt der Apache Software Foundation, meistbenutzte Webserver im Internet
[14]
Template:
Bauteil einer Webseite,
welches einen Teil des Inhaltes,
der Struktur oder der
Gestaltung vorgibt
3.2.3
Web-to-Print
Die Grundlage für Web-to-Print-Verarbeitungen sind immer vordefinierte Vorlagen. Während der eine Hersteller auf XML zur Erzeugung setzt, nutzt ein anderer PDF-Formulare und wieder ein
anderer Vorlagen aus Adobe InDesign oder QuarkXPress. „Web-to-Print“ ist ein Verfahren der Online-Erzeugung von Druckvorlagen via Internet mithilfe serverbasierter Layout-Technologie, die Server-Templates und Client-Eingaben miteinander kombiniert.
3.2.4
Print-to-Web
Print-to-Web beschreibt den Weg der Überführung von Informationen aus Print-Dokumenten in den Online-Bestand. Falls nicht die Inhalte des Printproduktes selbst aus einer XML-Datenquelle erzeugt wurden, gilt es, nach Möglichkeiten zu suchen, bereits proprietär gespeicherte Daten wieder in andere Dimensionen bearbeitbar zu machen und webgerecht aufzubereiten.
3.2.5
Content Management System (CMS)
Unter Content Management versteht man die systematische und strukturierte Erzeugung, Aufbereitung, Verwaltung, Darstellung und Verarbeitung von Inhalten. Am Anfang steht die Unterscheidung von Inhalt und Darstellung. Traditionelle HTML- als auch PDF-Dokumente weisen eine Verzahnung von Inhalt und Darstellung auf. Die Struktur des Dokumentes erlaubt es nicht, zwischen Inhaltsobjekten genauer differenzieren zu können. In einem HTML-Dokument lässt sich aufgrund der Struktur nicht erkennen was Headline, Subline oder etwa Kommentar ist. Die konsequente Trennung von Inhalt und Darstellung dagegen speichert den Inhalt – also Headline, Subline, Text, Bilder – sowie die Darstellung – also Farbe, Formatierung, Aussehen, Gestaltungselemente – separat. Die Darstellungsdatei, oftmals das sogenannte Template [14], kennzeichnet an bestimmten Positionen die dort einzufügenden Inhaltsobjekte. Der Inhalt wird oft in einer Datenbank gespeichert, wo er administriert werden kann.
3.2.6
MySQL
MySQL ist ein Multi-Thread und Multi-User SQL-Datenbank-Server. SQL steht für Structured Query Language. MySQL ist als Open-Source-Software für verschiedene Betriebssysteme verfügbar und bildet die Grundlage vieler Webauftritte.
Ein bevorzugtes Einsatzgebiet von MySQL ist die Datenspeicherung für Web-Services. MySQL wird häufig in Verbindung mit dem Webserver Apache [15] und PHP eingesetzt. Diese Kombination wird entsprechend der Anfangsbuchstaben der beteiligten Software als LAMP, MAMP beziehungsweise WAMP (XAMPP) bezeichnet, je nachdem ob als Betriebssystem Linux, Mac OS oder Windows benutzt wird. MySQL wird in vielen Produkten als eingebettetes Datenbanksystem eingesetzt – so arbeitet innerhalb von TYPO3 eine Datenbank auf MySQL-Basis.
[17]
Gütekriterien:
W3C-HTML/(X)HTML-Markup-,
CSS-, Feed-Validation-Service,
Link-Checker
[16]
Corporate Design:
Teilbereich der Corporate
Identity und beinhaltet
das gesamte visuelle
Erscheinungsbild
Zur Festlegung der Vergleichskriterien verschiedener Konvertierungsmöglichkeiten wurden in Zusammenarbeit mit der One Advertising AG die folgenden Anforderungen an den „Print-to-Web“-Workflow definiert.
Wichtige Gesichtspunkte sind zum einen ein hoher Automatisierungsgrad des Konvertierungsprozesses, um kosteneffizient eine Zweitverwertung der Inhalte herstellen zu können, zum anderen ist aber auch der zielgruppenspezifische Nutzungsgehalt des Konversats und die Benutzbarkeit im Ausgabemedium entscheidend.
Alles wird natürlich unter der Berücksichtigung eines hohen Qualitätsniveaus, sowohl bei der optischen Darstellung und Wiedererkennung zum Print-Dokument beziehungsweise zum Corporate Design [16], als auch bei der technischen Umsetzung entsprechend den Anforderungen des Ausgabemediums und entsprechend im Internet validierbarer Gütekriterien [17] betrachtet.
3.3.1
Hoher Automatisierungsgrad
des Konvertierungsprozesses
Der Grad der Automatisierung hängt zum einen von der Qualität des Ausgangsmaterials und zum anderen von der Individualität des jeweiligen Konvertierungsprozesses ab. Dabei kann der Automatisierungsgrad von der Teil- bis hin zur Vollautomatisierung reichen.
Ein wesentlicher Faktor dabei ist die Layoutgestaltung: So ist der Automatisierungsgrad für einheitlich gestaltete und wiederkehrende Produkte höher als für Dokumente mit individuellen Designs.
3.3.2
Hohe inhaltliche und technische
Integrität
Wenn alle Inhalte konvertiert und zu einer Webseite zusammengefügt wurden, wird die Prüfung des gesamten Systems durchgeführt.
Dieser Funktions- und Qualitäts-Test kann sowohl im Intranet als auch in einer externen Testrunde durchgeführt werden.
Im Rahmen einer externer Testgruppe können auch Personen aus der Zielgruppe eingebunden und somit Usability-Tests durchgeführt werden.
Die Qualitäts-Tests konzentrieren sich vor allem auf die folgenden Bereiche:
– Inhaltliche Integrität:
Korrektheit der Inhalte,
Rechtschreibung
– Technische Integrität:
Funktion der Links
– Richtigkeit der HTML-Attribute
– Browserkompatibilität
– Performance-Tests:
Belastbarkeit des Web-Servers,
Stabilität und Zuverlässigkeit des
Systems bei einem überdurchschnittlich hohen Zugriff auf die Inhalte
3.3 Anforderungen an den
Print-to-Web-Workflow
[19]
Webcrawler:
Computerprogramm,
welches automatisch das
World Wide Web durchsucht
und Webseiten analysiert
[18]
Usability:
laut ISO 9241
3.3.3
Hohe Usability
Eine Definition des Begriffes Usability stammt aus der Software-Ergonomie:
„Usability ist das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.“ [18]
Obwohl die Entwickler dieser Norm dabei an die ergonomische Gestaltung von Software dachten, lässt sie sich genauso gut auf Webseiten anwenden.
Die Effektivität bezeichnet die Genauigkeit und Vollständigkeit, mit der ein Nutzer sein Ziel erreichen kann. Unterstützen können ihn Hilfefunktionen, verschiedene Sortieroptionen oder Navigationsmöglichkeiten zum selben Ziel.
Die Effizienz beschreibt, mit welchem zeitlichen Aufwand der Nutzer seine Aufgabe auf der Webseite lösen kann. Sie ist sehr stark von der Navigation abhängig, aber auch von technischen Parametern wie Ladezeiten und der Performance des Webservers.
Die Zufriedenheit beschreibt das subjektive Empfinden des Nutzers, sein Erleben der Interaktion. Der Nutzungskontext spielt eine zentrale Rolle bei der Definition, Entwicklung und Bewertung der Usability einer Webseite. Er beinhaltet auf der einen Seite den Benutzer (Eigenschaften, Erwartungshaltung, Gefühlswelt, Ziele und Aufgaben) und auf der anderen Seite die Kommunikationsabsichten des Anbieters und die Zielsetzung der Webseite.
3.3.4
Barrierefreiheit
Barrierefreies Internet bezeichnet Internet-Angebote, die von allen Nutzern unabhängig von körperlichen und/oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt genutzt werden können. Dies schließt sowohl Menschen mit und ohne Behinderungen, als auch Benutzer mit technischen (zum Beispiel Handy oder PDA) oder altersbedingten Einschränkungen (zum Beispiel Sehschwächen) sowie Webcrawler [19] ein, mit denen Suchmaschinen den Inhalt einer Seite erfassen.
Auch nichtbehinderten Nutzern soll nicht die Pflicht auferlegt werden, beim Abruf von Internet-Angeboten genau dieselbe Hard- und Softwarekonfiguration zu verwenden wie der Autor des Angebots.
Neben der Zugänglichkeit geht es hier auch um Plattformunabhängigkeit – ein Internetangebot soll sowohl mit Bildschirm als auch mit PDA oder Handy nutzbar bleiben. Es soll unabhängig vom verwendeten Betriebssystem und von der Software funktionieren. Mindestens ebenso wichtig wie technische Zugangsbedingungen ist, dass die Inhalte übersichtlich und in leicht verständlicher Sprache präsentiert werden.
4. Print-Komponenten –
im Detail
[Abb.: 4.01]
Splashscreen Adobe InDesign
[20]
Document Object Model (DOM): Programmierschnittstelle (API = Application Programming Interface) für den Zugriff auf XML-Dokumente
4.1 Adobe InDesign CS2/CS3
InDesign ist ein Desktop-Publishing-Programm von Adobe Systems und gehört mit QuarkXPress zu den marktführenden DTP-Layoutprogrammen.
Mit diesem Programm ist es möglich in beliebigen Seitenformaten ein- oder mehrseitige Layouts zu erstellen. Dazu werden Elemente auf den Seiten in
Form von Rahmen angebracht, die anschließend mit Inhalten wie Text, Bildern und Tabellen oder auch mit anderen Objekten gefüllt werden.
Rahmen- und Inhaltsfarben, Zeichen- und Absatzattribute, verwendete Konturstile, Transparenzen, Effekte und andere Parameter können dabei frei und flexibel definiert und in Stilvorlagen für die spätere Wiederverwendung gespeichert werden.
Der (X)HTML-Export aus Adobe InDesign ermöglicht Publikationen in mehrere Ausgabekanäle, indem InDesign-Inhalte als (X)HTML-Dateien exportiert werden. Bearbeitet werden die exportierten Dateien anschließend im Web-Editor und können mithilfe von Cascading Style Sheets formatiert werden.
4.1.1
Das InDesign-Interchange-Format
Durch XML-Export eines InDesign CS3-Dokuments in das InDesign-Interchange-Format kann es in InDesign CS2/CS geöffnet werden. Desweiteren dient das Format als Ausgangsbasis für xml-basierte Konvertierungen.
Das Interchange Format ist ein XML-basiertes Format, welches benutzt wird um das InDesign-DOM [2o] abzubilden und weiter verarbeiten zu können. Das Format wird gewöhnlich als Austauschbasis genutzt, InDesign-Dokumente in ältere Programmversionen zurückzuspeichern.
Eine INX-Datei ist der augelesene Zustand der DOM-Struktur eines InDesign-Dokumentes. Jedes InDesign-Dokument wird als eine Baumstruktur von Objekten, die allesamt in einem Wurzelobjekt zusammengefasst sind, beschrieben.
Beispielsweise hat jedes Dokument Farbeigenschaften und Ausdehnungseigenschaften, die als Unterelemente im Wurzelelement gelistet sind. Neben weiteren Kind-Elemente, kann jedes einzelne Objekt Eigenschaften und Attribute haben. Das Objekt color hat beispielsweise Eigenschaften, die den Farbnamen, den Farbraum und die Farbwerte beschreiben.
Wenn ein InDesign-Dokument in das INX-Format exportiert wird, wird jedes Objekt mit seinen gesamten Eigenschaften
[21]
InDesign-Snippets:
Einzeln isolierbare Objekte eines InDesign-Dokumentes
[22]
Glyphen:
Grafische Darstellung eines Schriftzeichens, einer Ligatur oder eines Buchstabenteils
und Werten in ein XML-basiertes Format überführt. Beim erneuten Importieren, werden all diese Informationen dann benutzt, um ein neues InDesign-Dokument zu generieren.
Innerhalb der gleichen Programmversion von Adobe InDesign wird beim Exportieren und beim anschließendem Re-Importieren der INX-Datei, ein komplett zum Original identisches Dokument erzeugt.Eine neuere Version einer INX-Datei kann bestimmte Objekte oder Objekteigenschaften besitzen, die in einer älteren Programmversion von Adobe InDesign nicht interpretierbar sind und deswegen beim Import ignoriert werden. Daher kann das neu generierte InDesign-Dokument vom Original abweichen.
InDesign-Snippets [21] sind einzeln isolierte InDesign-Objekte. Diese Objekte werden auch auf der XML-Basis des Adobe InDesign Interchange-Formats exportiert. InDesign-Snippets werden in dieser Ausarbeitung dazu benötigt, um beispielhaft den XML-Quellcode von einzelnen Objekten vereinfacht beschreiben zu können.
4.1.2
(X)HTML-Export
Das Exportieren in (X)HTML ist eine einfache Möglichkeit, InDesign-Inhalte in eine internetfähige Form zu bringen. Wenn Inhalte in das (X)HTML-Format exportiert werden, kann man zwar festlegen wie mit Bildern verfahren wird, die Textformatierung bleibt jedoch nicht erhalten. Die Namen von Absatz-, Zeichen-, Objekt-, und Tabellenformaten aus InDesign, die auf die exportierten Inhalte angewendet wurden, werden dagegen übernommen. Diese (X)HTML-Inhalte werden mit gleichnamigen CSS-Formatklassen gekennzeichnet.
InDesign exportiert alle Textabschnitte, verknüpfte und eingebettete Bilder, Fußnoten, Textvariablen (als Text), Aufzählungs- und nummerierte Listen sowie auf Text verweisende Hyperlinks. Tabellen werden ebenfalls exportiert, bestimmte Formatierungen, wie zum Beispiel Tabellen- und Zellkonturen, werden jedoch nicht exportiert.
InDesign exportiert keine gezeichneten Objekte (wie zum Beispiel Rechtecke, Ovale und Polygone), keine Filmdateien (abgesehen von SWF-Dateien), Hyperlinks (abgesehen von auf Text verweisende Hyperlinks), eingefügten Objekte (einschließlich eingefügten Illustrator
Bildern), keinen in Pfade konvertierten Text, keine XML-Tags, Bücher, Lesezeichen, Glyphen [22], Indexmarken, Objekte auf der Montagefläche oder Musterseitenobjekte (es sei denn, diese wurden manuell überschreiben oder vor dem Export ausgewählt).
InDesign bestimmt die Lesereihenfolge von Seitenobjekten durch Scannen von links nach rechts und von oben nach unten. Manchmal werden die Design-Elemente nicht in der gewünschten Lesereihenfolge angezeigt – dies kann insbesondere bei komplexen Dokumenten mit mehreren Spalten vorkommen. Das Gruppieren zusammengehöriger Elemente kann die Lesereihenfolge beim Export beeinflussen.
[Abb.: 4.02]
Splashscreen QuarkXPress
[23]
W3C (World Wide Web
Consortium):
Gremium zur Standardisierung der das World Wide Web
betreffenden Techniken
QuarkXPress ist ein rahmenorientiertes Layoutprogramm des US-amerikanischen Herstellers Quark Inc. und gehört mit InDesign zu den marktführenden DTP-Layoutprogrammen. QuarkXPress verfügt wie Adobe InDesign über zahlreiche im Bereich der Printmedien unverzichtbare Funktionen.
Seit QuarkXPress 5 können mit dem Programm auch direkt HTML-Webseiten erstellt werden, ohne auf externe Programm zugreifen oder sich mit HTML auseinanderzusetzen müssen.
Aufgrund der Tatsache, dass diese Ausarbeitung den Schwerpunkt auf die Layoutapplikation Adobe InDesign setzt, werden die Konvertierungsvarianten mit QuarkXPress teilweise gekürzt, teilweise auch nur auf kurze Stichpunkte verweisend beschrieben.
4.2.1
QXML-Schema
Wichtigster Unterschied zu den bisherigen Xpress-Versionen ist das völlig neue Dateiformat von Xpress 7. Quark setzt dabei mit QXML (Quark Xpress Markup Language) auf ein offenes Dateiformat, das die Spezifikationen von W3C [23] und Xpath berücksichtigt.
So lassen sich alle Bestandteile eines Xpress-Projektes als XML verfügbar machen, was die Weiterverarbeitung für andere Programme oder Ausgabegeräte erleichtert. Um Databased Publishing in Xpress zu erleichtern, hat Quark der Layoutsoftware die so genannte Personalized Print Markup Language (PPML) hinzugefügt. So sollen sich Xpress-Projekte besser für verschiedene Layouts in Print und Web aufbereiten lassen.
Per Quark XPress-DOM-Schnittstelle werden Dokumente für XTensions schreib- und lesbar. Somit sollen alle Bestandteile eines Layouts als XML verfügbar sein, um in weiteren Programmen oder ganzen Workflows problemlos und einheitlich verarbeitet werden zu können. Um die Entwicklungsarbeit noch weiter zu vereinfachen, stellt QXML QuarkXPress Projekte als XML-Baum dar. Alle Modifikationen an den XML Dateien wirken sich direkt auf das QuarkXPress Projekt aus.
4.2.2
HTML-Funktionen
Im Gegensatz zu anderen Programmen für die Webseitengestaltung ist QuarkXpress kein HTML-Editor. Das Web-Layout ist nur eine spezielle Benutzerumgebung zur Gestaltung von Webseiten, die man anschließend in das HTML-Format ex
portiert. Muss am Layout etwas geändert werden, öffnet man das XPress-Projekt, macht die Korrekturen und exportiert erneut in das HTML-Format.
Beim Gestalten eines Web-Layouts lassen sich die gewohnten XPress-Werkzeuge einsetzen; Funktionen, die in einem HTML-Dokument nicht umsetzbar sind, schaltet XPress aus.
Eine weitere Möglichkeit ein Web-Layout zu erzeugen, ist die Umwandlung eines Print-Layouts. Eine saubere HTML-Datei bekommt man dadurch aber nicht, denn QuarkXPress exportiert alle Elemente des umgewandelten Print-Dokumentes als Bildelemente, auch die Textrahmen!
4.2.3
Konvertierung der Dokumente in das InDesign-Format
InDesign kann Dokumente aus QuarkXPress 3.3 oder 4.1x konvertieren. Zum Konvertieren von Dokumenten aus QuarkXPress 5.0 oder höher müssen die Dokumente in QuarkXPress geöffnet und im 4.0-Format gespeichert werden.
Dateien aus QuarkXPress 5.x, 6.x und 7.x sind in einem Spezialformat gespeichert, sodass InDesign diese Dateien nicht direkt öffnen kann, um sie dann in InDesign-Dateien umzuwandeln.
Wenn man ein QuarkXPress-Dokument in InDesign öffnet, wird ein neues, nicht benanntes Dokument erstellt. InDesign konvertiert dann die ursprünglichen Dateiinformationen in programmeigene InDesign-Informationen.
QuarkXPress-Objekte in InDesign:
– Textfelder: werden in InDesign-Textrahmen umgewandelt. Damit die in QuarkXPress festgelegten Umfluss-Einstellungen korrekt in InDesign-Konturenführungen umgewandelt werden, aktiviert man die Option „Konturenführung wirkt sich nur auf Text unterhalb aus“.
– QuarkXPress-Stilvorlagen: werden in InDesign-Formate umgewandelt.
– Farbprofile: werden ignoriert, da XPress andere Profile verwendet.
– Text- und Grafik: werden im Verknüpfungenbedienfeld angezeigt.
– Musterseiten und Ebenen: werden zu
InDesign-Musterseiten und -Ebenen.
– Gruppierte Objekte: bleiben gruppiert, sofern keine nicht druckbaren Elemente enthalten sind.
– Konturen und Linien: werden in die Konturenstile konvertiert. Benutzerdefinierte Konturen und Striche in QuarkXPress werden in InDesign-eigene benutzerdefinierte Konturen und Striche konvertiert.
– Farben: werden exakt in InDesign-Farben konvertiert. Aus mehreren Druckfarben bestehende Farben aus QuarkXPress werden in InDesign den entsprechenden Mischdruckfarben zugeordnet. QuarkXPress 4.1-Farben aus der Farbbibliothek werden anhand ihrer CMYK-Werte konvertiert.
5. Web-Komponenten –
im Detail
[24]
Robot:
Computerprogramm,
das automatisch das World Wide Web durchsucht und
Inhalte analysiert
5.1 Statische HTML-Seiten
Durch die Verwendung von dynamischem HTML kann die Benutzerfreundlichkeit von Webseiten verbessert werden.
Während eine normale HTML-Seite nach dem Abruf statisch und unveränderlich ist (von Hover-Effekten mit CSS einmal abgesehen), können Seiten mit dynamischem HTML weitere Funktionalität bieten, etwa Teile der Seite verändern oder animieren.
Der Begriff kann leicht mit dynamischen Webseiten verwechselt werden; damit werden Webseiten bezeichnet, die vor dem Abruf durch den Webbrowser vom Server generiert werden (etwa durch ein PHP-Script), während Webseiten mit dynamischen HTML durch Scripting dynamisiert werden, welches nach dem Abruf im Browser ausgeführt wird.
Beide Techniken können auch kombiniert werden, viele Anwendungsfälle von dynamischen HTML ergeben ohne dynamisch auf Serverseite generiertem Inhalt sogar kaum Sinn.
Diese Notwendigkeit ergibt sich aus dem Bedürfnis, auf Eingaben des Benutzers dynamisch reagieren zu können.
5.2 Dynamische HTML-Seiten/
Dynamische Webseiten
Als statische HTML-Seiten werden Webseiten bezeichnet, deren Inhalte für die Anzeige nicht aus einer Online-Datenbank gelesen und vom Webserver zur sichtbaren Seite zusammengesetzt werden müssen.
Sie werden – eben weil sie nicht aus einer Datenbank stammen und nicht erst beim Abruf erzeugt werden müssen – besonders schnell angezeigt.
Ein wichtiger Vorteil von statischen HTML-Seiten ergibt sich aus der Art und Weise, wie Suchmaschinen-Robots [24] die Internetseiten in ihren Index aufnehmen.
Robots von Google lesen HTML-Code und folgen den darin enthaltenen Links.
Inhalte aus Datenbanken, die erst beim Aufruf zu Webseiten zusammengesetzt werden, können, je nachdem welche Technik verwendet wird, nicht von den Robots indiziert werden. Ein klarer Nachteil vieler Content Management Systeme.
Die Auszeichnungssprache HTML wurde vom World Wide Web Consortium (W3C) bis Version 4.01 weiterentwickelt und soll durch (X)HTML ersetzt werden.
Da Kosten für die Pflege von umfangreichen Webseiten auf Dauer unrentabel werden, haben sich in den vergangenen Jahren Content Management Systeme für die Verwaltung der Inhalte durchgesetzt.
Häufig werden Content Management Systeme (CMS) als Redaktionssysteme bezeichnet, da sie vor allem von Redakteuren für die regelmäßige Pflege und Aktualisierung der Inhalte genutzt werden.
Neben der Erstellung und Bearbeitung der Inhalte ermöglicht ein CMS auch dessen Organisation. Durch Trennung von Inhalt, Struktur und Design tragen diese Systeme dazu bei, dass eine Ausgabe der Inhalte in verschiedenen Formaten möglich ist und dabei die Einhaltung eines vom Corporate Design vorgegebenen Gestaltungsrasters gewährleistet bleibt. Auch der Import und Export von Daten auf XML-Basis gehört mittlerweile zum Standard.
Das sogenannte Template (Vorlage) ist das Herz einer CMS-Internetpräsenz. Es besteht aus mehreren Dateien (HTML, CSS, Bilder) die das Grundgerüst und Layout der Seite bestimmen. Es werden spezielle Markierungen gesetzt, die später vom CMS automatisch mit den entsprechenden Inhalten gefüllt werden. Die gesamte optische Erscheinung eines Internetauftrittes kann in einem einzigen statischen Template festgelegt werden und garantiert dadurch ein einheitliches Erscheinugsbild. Selbstverständlich können aber bei Bedarf für verschiedene Bereiche (beispielsweise Unterseiten) eines Auftrittes auch verschiedene Templates angelegt werden.
Je nach Komplexität und Leistungsfähigkeit des Systems kommen detaillierte Benutzer- und Rechteverwaltungen sowie Steuerungen ganzer Arbeitsprozesse hinzu. Zugangskontrollen basieren auf einer Benutzerverwaltung, die die Rechte der einzelnen Benutzer kennt. Während der Anmeldung weist sich der Benutzer zunächst aus und basierend auf den Berechtigungen wird entschieden welche Interaktionen das CMS ihm gestattet.
Während einfache Systeme möglicherweise nur globale Lese- und Schreibrechte kennen, erlaubt ein High-end-System die individuelle Kontrolle aller Objekte im CMS, also zum Beispiel des Layouts, der Textblöcke, Bilder und Code-Blöcke.
Damit Webseiten im Hinblick auf Funktionsumfang und Leistungsfähigkeit erweitert werden können, sollten Content Management Systeme eine schnelle und einfache Integration zusätzlicher Bestandteile ermöglichen. Oftmals existieren bereits fertige Module für die gängigsten Erweiterungen. Gerade bei Systemen auf Open Source Basis gibt es eine große Entwicklergemeinde die viele und auch qualitativ hochwertige Erweiterungen produzieren und zur freien Verfügung bereitstellen.
5.3 Content Management
Systeme
[27]
Rich Text Editor (RTE):
Programm zum Erstellen und Bearbeiten von Textformatierungen und wird in webbasierten Anwendungen zur Formatierung von Inhalten verwendet
[26]
GNU/GPL:
General Public License (GPL), Lizenz mit Copyleft für die
Lizensierung freier Software
[25]
DBMS-Ebene:
Verwaltungsebene eines
Datenbanksystems
Während einfache Systeme bei der Datensicherung kaum Möglichkeiten bieten, lassen datenbankbasierte CMS wenigstens die Datenbankreplikation auf DBMS-Ebene [25] zu. High-End CMS dagegen bieten sowohl Mechanismen für die explizite Sicherung von Teilbeständen als auch den Rollback basierend auf einer Protokollierungsfunktion.
Protokollfunktionen erfassen Bestandsänderungen der Datenbankinhalte und der Rollback macht Änderungen an Inhaltsbeständen so rückgängig, dass die Bestände auch nach der Wiederherstellung in einem definierten Zustand und in sich konsistent sind.
Content Management Systeme müssen mehrplatzfähig sein, damit mehrere Bearbeiter gleichzeitig an Inhalten arbeiten können, ohne sich gegenseitig zu behindern. Beim Check-Out teilt zum Beispiel ein Benutzer dem CMS mit, dass er die Inhalte x, y und z zur Bearbeitung haben möchte. Das CMS stellt die Inhalte zur Verfügung und markiert sie. Bis der Benutzer die Inhalte wieder per Check-In zurückgegeben hat, kann kein anderer sie verändern.
TYPO3 ist ein kostenloses Content Management Framework auf Open Source Basis (GNU/GPL) [26], welches von Kasper Skårhøj entwickelt wurde. TYPO3 basiert auf der serverseitigen Skriptsprache PHP und verwendet als Datenbank meist MySQL.
Zur Content-Pflege nutzt TYPO3 einen normalen Web-Browser als Editor. Es ist also keine weitere Software notwendig. TYPO3 verfügt auch über einen Rich Text Editor (RTE) [27]. Damit können Texte so eingegeben und formatiert werden, wie man es von einem Textbearbeitungsprogramm gewöhnt ist.
5.4.1
TypoScript
TYPO3 verfügt zur Template-Erstellung über eine eigene Konfigurationssprache namens TypoScript, mit der die Darstellung des Inhalts gesteuert wird. HTML-Dateien, die das Grundgerüst des Webauftritts bilden, können mit TypoScript bequem eingebunden werden. Bei der dynamischen Erzeugung einer Seite werden diese sogenannten Designvorlagen dann über TypoScript mit den eigentlichen Inhalten versehen.
Obwohl der Name TypoScript danach klingt, handelt es sich nicht um eine Skript- oder Programmiersprache im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr um
eine Aneinanderreihung von Befehlen, mit denen eine TYPO3-interne Struktur gefüllt wird. TYPO3 wird intern über verschiedene PHP-Arrays gesteuert. Sie enthalten alle Informationen, die notwendig sind, um aus datenbankgespeicherten Inhalten über TypoScript-Befehle HTML-Code zu erzeugen
Durch den Einsatz von TypoScript ist es möglich, die Generierung von Menüs zu automatisieren. Das Aussehen der Elemente und die Funktionsweise werden über TypoScript-Anweisungen definiert. Das dynamische (scriptgesteuerte) Erzeugen von Bildern wird hauptsächlich bei grafischen Menüs und Elementen (Bildern) mit eingebetteten Textinformationen angewendet. Das gewinnt immer dann an Bedeutung, wenn eine spezielle Schriftart verwendet wird, deren Vorhandensein auf den Zielrechnern nicht vorausgesetzt werden kann.
5.4.2
TYPO3 Extensions
TYPO3 kann auf vielen Ebenen erweitert werden. Die Architektur ermöglicht nicht nur die Datenverarbeitung mit eigenen PHP-Skripten, Klassen und Funktionen, sondern auch das Einfügen von eigenen Backend-Modulen, Webseiten-Plugins und Datenbanktabellen.
TYPO3 Erweiterungen (Extensions) sind vorgefertigte Module, werden einem gewünschten Design angepasst und ersparen sehr viel Entwicklungsarbeit. Beispiele für Extensions sind: News, Newsletter, FAQ, Shop, Suche, Statistik und Bewertung.
5.4.3
MySQL
TYPO3 basiert auf einer internen MySQL-Datenbank. Innerhalb dieser Datenbank werden Inhalte aus verschiedenen Tabellen verwaltet.
Übersicht über die wichtigsten Tabellen der TYPO3-MySQL-Datenbank:
– Tabellen mit be_ enthalten die
Backend-Funktionalität
– Tabellen mit cache_ dienen dem
Seiten-Cache
– Tabellen mit fe_ enthalten die
Frontend-Funktionalität
– Tabellen mit index_ gehören zur
index-Suche (sys-Extension)
– Tabelle pages hier liegen die
Inhalte der einzelnen Seiten
– Tabellen mit static_ sind reine Hilfstabellen
– Tabellen mit sys_ sind Systemdaten
– Tabellen mit tt_ sind von älteren
Extensions (früher systemintern)
– Tabellen mit tx_ sind Extensions
Jede neu angelegte Seite in TYPO3 wird in der MySQL-Datenbank (in der Tabelle pages) gespeichert und jede dieser Seiten hat eine eindeutig zugewiesene Zeilennummer. Diese wird beim Mouseover über dem Seitensysmbol vor einer Seite angezeigt.
[Abb.: 5.02]
Benutzeroberfläche von TYPO3
5.4.4
Die Benutzeroberfläche von TYPO3
Die Arbeitsoberfläche von TYPO3 ist in drei Hauptbereiche unterteilt: Modulleiste, Navigationsansicht und Detailansicht.
Modulleiste: TYPO3 beinhaltet verschiedene Module zur Verwaltung und Bearbeitung der Webseite. Folgende wichtige Modulbereiche stehen dem Bearbeiter für die Pflege der Inhalte des Content Managements Systems zur Verfügung: Web, Datei und Benutzer.
Navigationsansicht: In der Navigationsansicht wird die komplette Seitenstruktur baumartig visualisiert. Es stehen zwei Seitenbäume zur Verfügung. Zum einen die Struktur der gesamten Webseite, bei der sich alle Inhalte anzeigen und kopieren lassen – je nach Berechtigung des Benutzer auch verändern und löschen lassen. Zum anderen die Struktur des eigenen Arbeitsbereiches, auf dessen Inhalte man vollen Zugriff zur Bearbeitung hat.
Detailansicht: Die Detailansicht (auch Datenansicht) stellt die eigentliche zentrale Arbeitsoberfläche für den Nutzer dar. In diesem Bereich werden die Details zu den in der Navigationsansicht ausgewählten Elementen angezeigt. Die Bearbeitungsoptionen (und damit auch die Art der Darstellung in der Detailansicht) sind abhängig von dem jeweiligen Modul, welches gerade benutzt wird. Die Detailansicht bietet dem Benutzer ebenfalls die für die einzelnen Objekte spezifischen Kontextmenüs an.
[Abb.: 5.05]
Modulbereich Benutzer
[Abb.: 5.03]
Modulbereich Web
[Abb.: 5.04]
Modulbereich Datei
Modulbereich Web: Der Modulbereich Web wird für den Benutzer der am häufigsten verwendete sein. Hier befinden sich die Module zur Pflege der Inhalte.
– Seite: Seiten können angelegt und Inhaltselemente eingegeben und bearbeitet werden.
– Anzeigen: Seiten können vor der Veröffentlichung in der Vorschau angezeigt und in Vorschau direkt editiert werden.
– Liste: Mehrere Seiten und Inhaltselemente können bearbeitet, kopiert oder gelöscht werden.
Modulbereich Datei: Der Modulbereich Datei liefert eine Übersicht über die verwendeten Ressourcen. An dieser Stelle können Dateien hochgeladen und verwaltet werden.
– Dateiliste: Zeigt die auf dem Server geladenen Dateien an und ermöglicht weitere Dateien hochzuladen oder zu löschen.
Modulbereich Benutzer: Im Modulbereich Benutzer kann jeder Benutzer des Systems Einstellungen zu seinem Benutzeraccount und seiner persönlichen Oberfläche machen.
– Aufgaben: Hier können eigene Notizen gemacht und verwaltet werden sowie anderen Benutzern des Arbeitsbereiches Nachrichten hinterlassen werden.
– Einstellungen: Hier können individuelle Ansichts-Einstellungen der Benutzeroberfläche und Sicherheitseinstellungen des Accounts vorgenommen werden.
6. Möglichkeiten zur
Konvertierung
[29]
Jaws PDF Library: Funktionsbibliothek zur Konvertierung von PostScript zu PDF und von PDF zu PostScript
[Abb.: 6.03] (links)
PDF-Export aus Adobe InDesign
[Abb.: 6.04] (rechts)
Einstellungen beim PDF-Export
[Abb.: 6.01] (links)
PDF-Export aus QuarkXPress
[Abb.: 6.02] (rechts)
Einstellungen beim PDF-Export
[28]
PDF/X-3: ISO-Standard,
für Übermittlung digitaler Druckvorlagen auf der
Grundlage von PDF
6.1 PDF-Export aus
Layoutapplikationen
Der PDF-Export aus Layoutapplikationen ist der klassische und vermutlich auch schnellste Weg Daten nicht nur für den Druck, sondern gleichzeitig auch für das Internet zu erzeugen. In diesem Kapitel werden die Export-Wege beider Layoutprogramme QuarkXPress und Adobe InDesign beschrieben und darüberhinaus, wie die Einbindung einer PDF-Datei sowohl in eine einfache HTML-Seite als auch in TYPO3 vorgenommen wird.
6.1.1
Konvertierungsvorgang
Ein direkter PDF-Export ist aus Adobe InDesign möglich – ohne den Umweg über den Acrobat Distiller nehmen zu müssen. Einige PDF-Standards (Druck, Monitor, PDF/X-3 [28] ) sind von Adobe schon vordefiniert. Um eigene Definitionen anzulegen, kann man diese bei den PDF-Exportvorgaben konfigurieren. Verknüpfungen und Hyperlinks für interaktive PDF sind direkt in InDesign erstellbar, der Export ist aber nicht PDF/X-3-konform.
Analog hierzu funktioniert der QuarkXPress PDF-Export. Quark nimmt aber den Umweg über eine für den Anwender nicht sichtbare, temporäre Postscript-Datei. Erst diese wird dann in ein PDF umgewandelt und gespeichert. Das Instrument hierfür ist die von Global Graphics lizensierte Jaws PDF Library [29] , die in XPress 7 integriert ist. Alternativ kann
[30]
MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions):
Informationen über den Typ der übermittelten Daten
[Code: 6.01]
Für Verweise in HTML gibt es das Anker-Element <a>.
Damit jedoch eine Sprungmarke in ein anderes Dokument aus diesem Element wird, ist das Hyper(text)-Referenz-Attribut href erforderlich.
man auf die Umwandlung in ein PDF durch das Layoutprogramm verzichten, nur die Postscript-Datei exportieren und diese dann anschließend mithilfe des Acrobat Distillers in ein PDF konvertieren.
6.1.2
Anforderungen an PDF-Dokumente
Dokumente für eine Verbreitung im Internet sollten vier Kriterien erfüllen:
– eine geringe Dateigröße für einen schnellen Download
– bildschirmoptimierte Auflösungen
– interaktive Navigationshilfen
– echte Internet-Links zu anderen
Internetseiten
Oft erfahren PDF-Dateien für das Internet nur eine sehr mangelhafte Aufbereitung: Lediglich die Layoutdaten werden präsentiert, ohne jedoch Navigationshilfen zu bieten oder den Inhalt der PDF-Datei flexibel zu halten. Besonders umfangreiche Dokumente verderben dem Betrachter die Lust, am Bildschirm durch Hunderte von Seiten zu navigieren. Schaltflächen, Hyperlinks, Anker oder Lesezeichen werden erst dann in eine PDF-Datei exportiert, wenn die entsprechenden Optionen aktiviert wurden.
6.1.3
Manuelle Einbindung ins Web
Standardmäßig kann ein Browser nur Texte und Bilder anzeigen. Doch die Browser können mehr: Die Schlagworte sind hier MIME [30] (Multipurpose Internet Mail Extentions), Plugins und Hilfsprogramme. Die sogenannten MIME-Typen legen fest, welche Medien erlaubt sind, in welchem Format sie kodiert und wie sie gekennzeichnet sind. Letzteres erfolgt durch die Dateinamenserweiterung.
Die wichtigsten MIME-Typen sind:
– Hypertext-Dokumente .html .htm
– Plain-Text-Dokumente .txt
– Postscript-Dokumente .ps .eps
– PDF-Dokumente .pdf
– Bilder im GIF-Format .gif
– Bilder im JPEG-Format .jpg .jpeg
– Video im MPEG-Format .mpg .mpeg
– Flash Shockwave-Dateien .swf
– Audio im WAVE-Format .wav .wave
– Real Audio-Sequenzen .ra .ram
– Zip-komprimierte Dateien .gz .zip
Fehlt eine solche Festlegung für einen MIME-Typ, so wird der Browser häufig damit nichts anfangen können. In der Regel wird gefragt, was mit der Datei gemacht werden soll. Diese kann dann höchstens lokal gespeichert werden. Bei neueren Browser-Versionen wird der Benutzer alternativ gefragt, ob ein Zusatzprogramm installiert werden soll.
Bei den Hilfsprogrammen unterscheidet man Plugins und Helper. Bei Aktivierung eines der Multimedia-Formate werden Plugins im Browserfenster gestartet. Helper werden dagegen als getrennte Anwendung in einem gesonderten Fenster gestartet. Die Einbindung eines PDF-Dokumentes in eine HTML-Seite geschieht relativ einfach über folgenden Aufruf:
<a type=“application/pdf“ href=“pfadangabe/beispiel.pdf“>
Zum PDF-Dokument</a>
[31]
Filelink (TS):
http://wiki.typo3.org/
index.php/De:TSref/filelink
[Abb.: 6.05]
Betrachtung einer PDF-Datei
in einem Browser
[Code.: 6.02]
Das #-Zeichen leitet eine
Kommentarzeile ein.
Die Ziffer 10 ist eine Speicherposition im Array und dieser wird ein TEXT-Objekt mit
dem Wert beispiel.pdf und dem Funktionsaufruf
filelink { } zugewiesen.
Die Speicherpositionen können in beliebiger Reihenfolge
deklariert, aber nur in fester Abfolge ausgegeben werden.
6.1.4
Inhalts- und Navigationskomponenten im Browser
PDF-Dateien können entweder mit der Helper-Applikation Adobe Reader gelesen werden, oder über das Browser-Plugin geladen werden. Nach einem Klick auf ein PDF-Dokument im Internet startet der Browser das Programm Adobe Reader automatisch im Hintergrund und das PDF steht dann zum Lesen im Browser selbst zur Verfügung.
Die Adress- und Navigationsleisten des Browsers bleiben erhalten – der Adobe Reader ist Teil des Browsers geworden. Eine weitere Navigationsleiste des PDF-Plugins sorgt für eine Blätter-Möglichkeit durch die einzelnen Seiten des PDF-Dokumentes, für die Vergrößerung und die Positionierung der Dokumenteninhalte sowie zum Speichern, Kommentieren und Drucken.
Man kann PDF-Dokumente zum einen nach dem Inhalt durchsuchen lassen; oft sind PDFs aber auch mit einem Inhaltsverzeichnis versehen, das man sich auf der linken Seite des Readerfensters anzeigen lassen kann. In der Seitenleiste hat man dann die Wahl zwischen einer Bookmark und einer Inhaltsverzeichnisansicht (sofern ein solches vom Autor angelegt worden ist), der Ansicht der Seiten in verkleinerter Form als Bild (Thumbnails) sowie der eventuell im Dokument vorhandenen Kommentare und Signaturen.
6.1.5
Automatische Einbindung in ein CMS (TYPO3)
Alle PDF-Dateien, die in das System eingebunden werden sollten, müssen im Modulbereich Datei in dem Modul Dateiliste des TYPO3 Backends oder per FTP auf den Server hochgeladen werden. Systembedingt besteht die Möglichkeit, Dateien in die einzelnen Inhaltselemente direkt einzubinden, allerdings können hier hochgeladene Dateien global nicht weiterverwendet werden.
Filelink (TypoScript) [31] – Erstellt eine Verlinkung und bietet die Möglichkeit ein Icon für den Dateityp, die Dateigröße oder eine Vorschau anzeigen zu lassen.
# Ein Link auf das PDF-Dokument wird ausgegeben.
10 = TEXT
10.value = beispiel.pdf
10.filelink {
path = pfadangabe/
icon = 1
icon.wrap = |
icon_link = 1
size = 1
size.noTrimWrap = | (| Bytes) |
stdWrap.wrap = <div>|</div>
}
[33]
Livepaper:
http://www.livepaper.de/
[32]
Adobe Digital Editions:
http://www.adobe.com/
products/digitaleditions/
[34]
Zitat:
http://wirres.net/article/
articleview/2917/1/6/
[Abb: 6.06] (links)
Ausgabe einer ADE-Beispielumsetzung im Adobe Digital Editions Reader
[Abb: 6.07] (rechts)
Darstellung eines
Konversats mithilfe der
Livepaper-Technologie
6.2 Konvertierung auf Flash-Basis
(ADE/Livepaper/speedPaper)
Unter den Stichwort Flash und ePaper findet man bei Google mittlerweile viele Anbieter, die ihre Flash-basierten Konverter oder ihre Dienstleistung in diesem Segment anbeiten. Drei dieser Techniken mit jeweils unterschiedlichen Konzepten werden in diesem Kapitel näher erläutert.
6.2.1
Adobe Digital Editions (ADE) [32]
Für die Ausgabe aus Adobe InDesign wurde die Möglichkeit geschaffen, Dateien für elektronische Bücher zu exportieren. Das Konzept nennt sich Adobe Digital Editions und basiert auf einem kodierten (X)HTML-Format, welches über einen Server verschlüsselt und nur mit einem speziellen Reader betrachtet werden kann. Digital Editions unterstützt sowohl das PDF-Format als auch (X)HTML-basierte, flexible Darstellungsformate, sodass Inhalte unabhängig von Displaygrößen und Ausgabegeräten im optimalen Layout angezeigt werden können. Mit der Adobe Rich Internet Applikation (RIA) auf Basis von Adobe Flash lassen sich multimediale, dynamische Elemente nutzen und außerdem viele Einschränkungen des Web umgehen.
6.2.2
Livepaper [33]
Die Technik des „Livepaper“ hat Gruner + Jahr zugekauft, als sie Anfang 2007 den Entertainment Media Verlag übernahmen.Die PDF-Dateien werden direkt in die livepaper-Software geladen und von dieser in eine blätterbare Flash-Ausgabe umgewandelt. Über eine Audio- und Video-Datenbank können Videos, Grafiken, Soundfiles und Animationen verknüpft werden.
„[..] kein drucken, kein speichern, kein
cut & paste, kein kopieren, kein direktes linken, kein zitieren, keine Barrierefreiheit, keine Suchmaschinenindexierung, kein Abruf mit leistungsschwachen Geräten (Handy, Pocket PC, Palm), kein gewohntes User-Interface mehr, kein Abschalten von blinken und quieken [...]“ [34]
Leider wird beim Livepaper das Dokument nur optisch aufgebessert. Die Schriftinformation geht bei der Umwandlung verloren und somit wird die Durchsuchbarkeit des Dokumentes nach Inhalten unmöglich und der Suchmaschinenoptimierungsgrad tendiert gegen Null.
[37]
DRM (Digital Rights
Management):
Verfahren zur kontrollierten Nutzung und Verbreitung
digitaler Medien
[36]
Adobe Flex Technologie:
Entwicklungsframework
zum Erstellen von
Rich Internet Applications (RIA)
[38]
Adobe-LiveCycle-PolicyServer:
Serverbasiertes Sicherheitssystem zur dynamischen
Steuerung von PDFs
[35]
speedPaper:
http://www.speedpaper.com/
[Abb.: 6.08]
Ergebnis einer
ePaper-Konvertierung mittels speedPaper-Technologie
6.2.3
speedPaper [35]
speedPaper ist eine webbasierende Dokumentenmanagement- und ePaper-Lösung, die es ermöglicht Print-Dokumente im Internet zu präsentieren. Der entscheidende Vorteil gegenüber anderen ePaper-Technologien liegt beim speedPaper in der Darstellungsqualität selbst bei kleinsten Datenmengen. Mithilfe einer intelligenten Datenbank bekommt der Benutzer nur relevante Seiten „on demand“ dargestellt, ohne Unmengen an Daten herunterladen zu müssen.
speedPaper lässt sich aus Adobe InDesign oder jedem anderen Programm als PDF publizieren, ist plattformunabhängig und benötigt lediglich einen installierten Adobe Flash-Player. Die Inhalte liegen als Textinformationen vor, damit lassen sich einfach Verlinkungen und Verknüpfungen herstellen und das Dokument bleibt für Suchmaschinen indizierbar.
speedPaper basiert auf Adobe Flash/Flex Technologie [36] und ermöglicht somit sowohl die Anreicherung der Dokumente mit Multimedia-Inhalten als auch den Einsatz auf Mobile Devices. Durch DRM (Digital Rights Management) [37] und dem Adobe-LiveCycle-PolicyServer [38] können die Inhalte geschützt werden und nur für bestimmte Benutzergruppen zugänglich gemacht werden.
6.2.4
Manuelle Einbindung ins Web
Zum Einbinden von Flash-Dateien gibt es verschiedene Ansätze. Die beiden ältesten Verfahren entsprechen den Techniken zur Einbindung von Plugins, die Netscape und Microsoft unabhängig voneinander für ihre Browser entwickelten. Der Netscape Navigator erwartete ursprünglich die Einbindung über das Netscape-eigene embed-Element. Der Microsoft Internet Explorer hingegen erwartete, dass die Flash-Anwendung als ActiveX-Control eingebunden wird.
<object classid=“CLSID:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000“ width=“600“ height=“400“ codebase=“http://active.macromedia.com/flash2/cabs/swflash.cab#version=4,0,0,0“>
<param name=“movie“ value=“beispiel.swf“/>
<param name=“quality“ value=“high“/>
<param name=“scale“ value=“exactfit“/>
<param name=“menu“ value=“true“/>
<param name=“bgcolor“
value=“#000000“/>
<embed src=“beispiel.swf“ quality=“high“ scale=“exactfit“ menu=“false“
bgcolor=“#000000“ width=“600“ height=“400“ swLiveConnect=“false“
type=“application/x-shockwave-flash“
[40]
Multimedia-Objekt (TS):
http://www.typo3.net/tsref/cobject/multimedia/
[39]
HTML-4-Standard: Zum internationalen Standard ISO 8879 konforme SGML-Anwendung –
(X)HTML 1.0 ist eine
Reformulierung von HTML 4 auf Basis von XML
[Code: 6.03]
Einbindung einer Flash-Datei mit der klassischen
<object> - <embed> -
Kombination
[Code: 6.04] (links)
Einbindung einer Flash-Datei gemäß (X)HTML-Standard
[Code: 6.05]
Einbindung einer Flash-Datei
in TYPO3 in Form eines HTML-Objektes in einem <div>-Container
pluginspage=“http://www.macromedia.com/shockwave/download/download.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash“>
</embed>
</object>
Diese umständliche doppelte Einbindung mit <object> und einem darin verschachtelten <embed> hat sich als robust erwiesen, der Nachteil dabei ist jedoch, dass ein HTML-Element verwendt wird, welches nicht zum HTML-Standard gehört. Die im HTML-4-Standard [39] geschaffene allgemeine Möglichkeit des Einbindens von Datendateien als Objekt ist auch zum Einbinden von Flash-Dateien zu gebrauchen. Damit existiert eine einheitliche, browserübergreifende Schreibweise.
<object data=“beispiel.swf“ type=“application/x-shockwave-flash“ width=“600“ height=“400“>
<param name=“movie“ value=“beispiel.swf“/>
<param name=“quality“ value=“high“/>
<param name=“scale“ value=“exactfit“/>
<param name=“menu“ value=“true“/>
<param name=“bgcolor“
value=“#000000“/>
</object>
6.2.5
Automatische Einbindung in ein CMS (TYPO3)
Alle Flash-Dateien, die in das System eingebunden werden sollen, müssen im Modulbereich Datei in dem Modul Dateiliste des TYPO3 Backends oder per FTP auf den Server hochgeladen werden.
Systembedingt besteht die Möglichkeit, Dateien in die einzelnen Inhaltselemente direkt einzubinden, allerdings können hier hochgeladene Dateien global nicht weiterverwendet werden.
Multimedia-Objekt (TypoScript) [40] – für die Einbettung von Multimedia-Objekten setzt TYPO3 standardmäßig das Element <embed> ein. Aus diesem Grund müssen alle Objekte über das Inhaltselement HTML eingebunden werden, damit die Einbettung des Flash-Elementes standardkonform und barrierefrei erfolgen kann.
Generell wird auch die Verwendung eines Javascriptes zur Abfrage der Flash-Funktionalität des Browsers empfohlen.
# Erzeugt ein Flash-HTML-Objekt in einem div-Container.
10 = HTML
10.value=<div>
20 = TEXT
20.value=
<object data=“fileadmin/beispiel.swf“ type=“application/x-shockwave-flash“ width=“600“ height=“400“>
<param name=“movie“ value=“fileadmin/beispiel.swf“/>
<param name=“quality“ value=“high“/>
<param name=“scale“ value=“exactfit“/>
<param name=“menu“ value=“true“/>
<param name=“bgcolor“
value=“#000000“/>
</object>
30 = HTML
30.value=</div>
[41,42]
„BatchXPort Pro“ und
„Batch XSLT (for InDesign)“ sind Produkte von Andreas Imhof, EDV-Dienstleistungen,
www.aiedv.ch
[Abb.: 6.09]
Scripting-Palette
von Adobe InDesign
Ersetzung bestimmter
Zeichen im Dateinamen
für eine sichere Verarbeitung
Dateinamen-Extraktion zur
Benennung der Komponenten
Festlegung
globaler Variablen,
Funktionsaufruf
6.3 BatchXSLT – XML-Konvertierung
aus Layoutapplikationen
Ein interessanter und besonders vielversprechender Ansatz ist die Aufbereitung von Layoutdokumenten auf XML-Basis. Im Gegensatz zu dem programmeigenen XML-Export bei dem ausschließlich vorher mit diversen Tags versehene Inhalte exportiert werden, sind mit „BatchXSLT [41] “ auch unbehandelte InDesign-Dokumente exportierfähig. Da die Layoutapplikation Adobe InDesign ein Schwerpunkt dieser Ausarbeitung ist, wird in diesem Kapitel nur diese Möglichkeit beschrieben.
QuarkXPress-Dokumente können auch – nachdem diese in das InDesign-Format konvertiert wurden – entsprechend aufbereitet werden. Für eine native Dokumentverarbeitung gibt es die Software „BatchXPort Pro [42] “, die aber hier nicht weiter besprochen wird.
6.3.1
Vorbereitungen für die Konvertierung
Aus dem InDesign-Dokument werden per Javascript automatisch alle zur Konvertierung benötigen Komponenten exportiert.
Notwendige Bestandteile sind zum einen das im Austausch-Format (INX) abgebildete InDesign-Dokument und zum anderen der Export jeder einzelnen Seite als JPG- und PDF-Datei. Das Javascript im Detail:
//BXSLTExport.jsx
function doDocumentExport(theExportFolder) {
var pageName, theFilePath, aFile;
var theDocument = app.documents.firstItem();
var theDocumentName = theDocument.name;
var theBaseDocumentName = theDocumentName;
// get the document name without file extension
if (theBaseDocumentName.indexOf(„.indd“) > 0) {
theBaseDocumentName = theBaseDocumentName.substr(0,theDocumentName.lastIndexOf(„.indd“));
}
// replace unwanted chars in filename: / - Ñ . ! ~ * Ô ( )
theBaseDocumentName = theBaseDocumentName.replace(/\//,“s“);
while (theBaseDocumentName.charAt(theBaseDocumentName.length - 1) == „.“) {
theBaseDocumentName = theBaseDocumentName.substr(0,theBaseDocumentName.length - 1);
}
Export des Dokumentes
im InDesign-Interchange- Format
Dateinamen der Einzelseiten
Festlegen der
JPEG-Exporteinstellung,
Export der Seiten-JPEGs
Funktionsschleife für Daten-
Export jeder einzelnen Seite
Festlegen der
PDF-Exporteinstellung
// export the whole document to a single INX file
if (inxExists == false) {
//$.writeln(„*** BXSLTExport: Exporting Document to INX“);
theFilePath = theExportFolder + „/“ + theBaseDocumentName + „.inx“;
aFile = new File(theFilePath);
theDocument.exportFile(inxExportFormatString, aFile, false); // for CS2
}
// Export PDF and JPEG page per page
for (var ctr = 0; ctr < theDocument.pages.length; ctr++) {
sectionName = theDocument.pages.item(ctr).appliedSection.name;
pageName = sectionName + theDocument.pages.item(ctr).name;
// The name of the exported files will be: documentName + pageStr + „.pdf“
var pageStr = „“ + (ctr + 1); // the page number string
if (ctr == 0) pageStr = „“; // none for page #1
var theFilePathBase = theExportFolder + „/“ + theBaseDocumentName + pageStr;
// export to PDF
if (pdfExists == false) {
//$.writeln(„*** BXSLTExport: Exporting Page #“ + (ctr + 1) + „ to PDF“);
$.sleep(500);
app.pdfExportPreferences.pageRange = pageName;
// set here your PDF preferences if you want others than the current defaults
theFilePath = theFilePathBase + „.pdf“;
aFile = new File(theFilePath);
theDocument.exportFile(ExportFormat.pdfType, aFile, false);
}
// export page to JPG
if (jpgExists == false) {
//$.writeln(„*** BXSLTExport: Exporting Page #“ + (ctr + 1) + „ to JPEG“);
$.sleep(500);
app.jpegExportPreferences.jpegExportRange = ExportRangeOrAllPages.exportRange;
app.jpegExportPreferences.pageString = pageName;
app.jpegExportPreferences.jpegQuality = JPEGOptionsQuality.maximum;
app.jpegExportPreferences.jpegRenderingStyle = JPEGOptionsFormat.baselineEncoding; // or progressiveEncoding
theFilePath = theFilePathBase + „.jpg“;
aFile = new File(theFilePath);
theDocument.exportFile(ExportFormat.jpg, aFile, false);
}
}
}
[45]
DTD (Dokumenttypdefinition):
Regelsatz, um Dokumente eines bestimmten Typs
zu repräsentieren
[43]
Script-ID:
Indentifizierung der Objekte im INX-Format, basierend auf einer Vier-Zeichen-Codierung
[44]
XML-Schema:
Komplexe Schemasprache
zur Beschreibung eines
XML-Typsystems
[Code.: 6.07]
XML-Deklaration,
Verarbeitungsanweisungen,
<docu> -Wurzelelement
des Dokumentes
6.3.2
Analyse des Adobe InDesign-
Interchange-Formates (INX)
Das InDesign-Interchange-Format ist XML-basiert und ein mehr als komplexes kaum interpretierbares Austauschformat. Jede INX-Datei beginnt mit einer XML-Deklaration, gefolgt von INX-spezifischen Verarbeitungsanweisungen und dem eigentlichen Wurzelelement, welches das Dokument-Objekt aus dem InDesign-DOM repräsentiert.
<?xml version=“1.0“ encoding=“UTF-8“ standalone=“yes“?>
<?aid style=“33“ type=“document“ DOMVersion=“4.0“ readerVersion=“3.0“ featureSet=“257“ product=“4.0(688)“ ?>
<docu [...] > [...]
</docu>
Jedes weitere Objekt aus dem InDesign-DOM wird als XML-Element beschrieben, alle Objekteigenschaften werden in XML-Attributen festgelegt und im InDesign-Interchange-Format über die sogenannten Script ID‘s [43] identifiziert.
InDesign benutzt ID‘s die immer aus vier Zeichen bestehen, beispielsweise:
<docu> – Dokument
<colr> – Farbe
<sprd> – Druckbogen
<cflo> – Textbereiche
<txsr> – Textformatbereiche
<IGeo> – Objektdimensionen und
Seitenposition
Die Art des Attributs wird im INX-Format über das Präfix definiert, der Inhalt oder Wert folgt nach dem ( _ )-Zeichen.
Beispiele für Attribut-Arten sind:
o_ object reference – Referenz
u_ unit – Einheit
s_ short integer – Ganzzahl(16bit)
l_ long integer – Ganzzahl(64bit)
c_ plain text – Inhalt/Text
b_ boolean – logischer Term
t_ datetime – Datum und Zeit
e_ enum – Aufzählung
f_ file – Datei
0_ void – Leerraum
x_ list – Anordnung
r_ read_only – Lesezugriff
In der Dateistruktur werden die InDesign-Voreinstellungen immer zuerst aufgeführt, gefolgt von dokumentspezifischen Eigenschaften und schließlich den individuellen Dokument-Objekten aus dem jeweiligen InDesign-DOM. Die Reihenfolge der Objekte entspricht immer dem Abbild des jeweiligen InDesign-Dokumentes und folglich kann es keine feste Struktur einer INX-Datei geben. Es gibt somit kein XML-Schema [44], welches diese Struktur beschreibt. In der „debug-version“ von InDesign kann man zwar eine DTD [45] der DOM-Struktur des aktuellen InDesign-Dokumentes erzeugen, nicht jedoch andere INX-Daten gegen diese Momentaufnahme eines einzelnen Dokumentes validieren. Trotzdem sind aber einige INX-Objekte immer nach einem festen Schema aufgebaut.
Die Dokument-Objekte erscheinen in folgender Reihenfolge:
XML-Bestandteile
XML-Exporteinstellungen
XML-Importeinstellungen
Farben
Mischdruckfarbengruppe
Mischdruckfarbe
Verlaufsdefinitions-Objekt
Farbtöne
Muster
Farbverläufe
Schriften
Zeichen-Stilvorlagen
Absatz-Stilvorlagen
Raster
| Formatierung
asiatischer Zeichen
Spracheinstellungen
Voreinstellungen
Linien- und Konturenarten
XML-Tags
Dokument-Ebenen
Musterseiten
Druckbogen
Abschnitte
Seiten
Textbereiche
Textverweise
Seitenverweise
URL-Verweise
Externe Verweise
Textquellen
Seitenquellen
Verweise
Lesezeichen
XML items (c_XMLItem, ‚cxit‘);
XML export maps (c_XMLStyleToTagMap, ‚stmX‘);
XML import maps (c_XMLTagToStyleMap, ‚tsmX‘);
Colors (c_Color, ‚colr‘);
Mixed ink groups (c_MixedInkGroup, ‘MxSg‘);
Mixed inks (c_MixedInk, ‚MxSw‘);
Pasted smooth shades (c_AGMBlackBox, ‚ctbb‘);
Tints (c_Tint, ‚tint‘);
Swatchs (c_Swatch, ‚swch‘);
Gradients (c_Gradient, ‚grad‘);
Fonts (c_Font, ‚FonT‘);
Character styles (c_CharStyle,‘csty‘);
Paragraph styles (c_ParaStyle,‘psty‘);
Named grids (c_NamedGrid, ‚Jngd‘);
Kinsoku tables (c_KinsokuTable, ‚Jkst‘);
Mojikumi tables (c_MojikumiTable, Jmjt‘);
Languages (c_Language, ‚lang‘);
Preferences (all kind of preference objects);
Stroke styles (c_StrokeStyle, ‚StSt‘);
XML tags (c_XMLTag, ‚tagX‘);
Layers (c_Layer, ‚layr‘);
Master spreads (c_MasterSpread, ‚mspr‘);
Spreads (c_Spread, ‚sprd‘);
Sections (c_Section, ‚sctn‘);
PageItems (c_PageItem, ‚pitm‘);
(all types of page items document directly own);
Stories (all stories);
Hyperlink text destinations (c_HyperlinkTextDestination, ‚HLTd‘);
Hyperlink page destinations (c_HyperlinkPageDestination, ‚HLPD‘);
Hyperlink URL destinations (c_HyperlinkURLDestination, ‚HLUD‘);
Hyperlink ext. destinations (c_HyperlinkExternalPageDestination, ‚HLEP‘);
Hyperlink text sources (c_HyperlinkTextSource, ‚HLTS‘);
Hyperlink page item sources (c_HyperlinkPageItemSource, ‚HLPs‘);
Hyperlinks (c_Hyperlink, ‚HLOB‘);
Bookmarks (c_Bookmark, ‚Bkmk‘);
All other remaining children of document;
Textformatbereiche
Tabellen
Seiten
Tabellenreihen und -spalten
[Abb.: 6.10]
Vorschau:
Leeres InDesign-Dokument
Druckbogen-Elemente werden folgendermaßen behandelt:
First write non-page items;
Then write page items in reverse z-order (to make importing more efficient)
Die Unterelemente einer Tabelle erscheinen in dieser Reihenfolge:
Table rows (c_TableRow, ‚crow‘);
Table columns (c_TableColumn, ‚ccol‘);
All other remaining children;
Textbereiche erscheinen in folgender
Abfolge:
Put all story preferences first.
Text style ranges (c_TextStyleRange, ‚txsr‘);
Tables (c_Table, ‘ctbl‘);
Page items (c_PageItem, ‚pitm‘,
all types of page items story own);
Notes (c_Note, ‚Note‘);
Changes (c_Change, ‚Chng‘);
All other remaining children;
Beispiel 1:
Leeres InDesign-Dokument
Um die komplexe Datenstruktur der INX-Formates darzustellen und besser verständlich zu machen, wird zunächst einmal nur ein leeres Dokument, welches nach den Standardeinstellungen von InDesign angelegt und ohne weitere Bearbeitung anschließend in das Adobe InDesign-Interchange-Format (INX) exportiert wurde, betrachtet.